Sonstiges 

   

Neues Fachangebot für Pflege imSGB XI-Bereich

Das Bundesministerium für Gesundheit hat sein Internetportal rund um den Themenbereich Pflege um ein Fachangebot für die berufliche Pflegepraxis erweitert. Die Praxisseiten Pflege wenden sich an Pflegefachpersonen, die sich über die Neuerungen im Pflegerecht im SGB XI (u.a. PSG I und II, Schlüsselbegriffe, Übergangsregelungen) genauer informieren möchten.
(Bundesministerium für Gesundheit / Themen/ Pflege / PraxisseitenPflege)DBfK Newsletter 11/2015

 

GBE kompakt zum Thema Gesundheitpflegender Angehöriger

Mit dem neuen GBE kompakt "PflegendeAngehörige - Deutschlands größter Pflegedienst" liegen aktuelle bundesweit repräsentative Daten zur Gesund­heits­situation von pflegenden Angehörigen vor. Sieben Prozent der Erwachsenen, hochgerechnet etwa 4,7 Millionen Menschen, pflegen regelmäßig eine pflege­be­dürf­tige Person; 65 Prozent der Pflegenden sind Frauen, 35 Prozent sind Männer. Ein Drittel der Pflegenden (2,1 Prozentder Erwachsenen) erbringt täglich mindes­tens zwei Stunden Pflegeleistungen(Pflegende mit hohem Pflegumfang). In dieser Gruppe sind 77 Prozent Frauen, 23Prozent Männer. Pflegende mit hohem Betreuungsumfang schätzen im Vergleich zu Nicht-Pflegenden ihren Gesund­heits­zustand häufiger als nicht gut ein und berichten zu höheren Anteilen gesund­heit­liche Einschränkungen und psychische Belastungen. Ein hoher Pflegeumfang steht auch mit ungünstigerem Gesundheitsverhalten in Zusammen­hang, zum Beispiel ist bei pflegenden Frauen die Wahrscheinlichkeit, keinen Sport zu treiben, zu rauchen und keine Zahnvorsorge in Anspruch zu nehmen, erhöht.Im Vergleich zu Nicht-Pflegenden gehören Pflegende mit hohem Betreuungs­umfang häufiger niedrigen Bildungsgruppen an, sind seltener erwerbstätig und erfahren häufiger nur geringe soziale Unterstützung. Angehörigenpflege wird in hohem Maß von älteren, niedrig gebildeten, sozial schlechter gestellten Frauen mit gesundheitlichen Einschränkungen und geringer sozialer Unterstützung geleistet. Die Situation dieser Personengruppe muss daher in der Unterstützung und Gesundheitsförderung pflegender Angehöriger besondere Beachtung finden. Weitere Informationen zum Thema in der aktuellenAusgabe von GBEkompakt 3/2015: Pflegende Angehörige – Deutschlands größter Pflegedienst (Quelle: DBfK Newsletter 09/2015)

 

Neu am Start: "werpflegtwie" mit Bewertungsmöglichkeit
Neu am Start ist die Plattform „werpflegtwie". Ihr geht es darum, dass Pflegeanbieter gefunden werden. Zugleich sei sie „das erste Bewertungsportal für Pflegeanbieter im Netz".Betroffene haben dabei die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit einer Einrichtung online zu teilen und gleichzeitig von den Bewertungen anderer zu profitieren.

Das schaffe Transparenz für Angehörige, Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Besucher von Pflegeeinrichtungen, heißt es seitens des Unternehmens.

Mehr: Homepagewerpflegtwie

(Quelle: Michael Schulz, sc Newsletter 17/2014)
Juli 2014 DZD informiert über neue Studien in der Demenzforschung
 Das Dialog- und Transferzentrums (DZD) der Universität Witten/Herdecke hat aus rund 200 neuen Studien zum Thema Demenz die 22 wichtigsten ausgewählt und kurz zusammengefasst. Themenschwerpunkte sind diesmal u.a. solche Themen wie "Weniger Demenzkranke in hochindustrialisierten Staaten als ursprünglich angenommen", "Delirienkommen viel häufiger vor als angenommen" oder auch "Tanzen verbessert Stimmung und Gemeinschaftserleben".
 Der Forschungs-Newsletter des DZD ist online abrufbar unter: http://dzd.blog.uni-wh.de/files/2014/07/Newsletter-1-2014.pdf
 Seit Bestehen 2005 gibt das DZD in etwa zwei bis drei Mal pro Jahr einen Forschungsnewsletter heraus, der auf ein reges Interesse in der Fachwelt stößt und mittlerweile über ca. 1000 feste Abonnenten erreicht. Ziel des Newsletters ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse der Versorgungs-forschung aus dem Feld Demenz, Berufsgruppen und Personen zugänglich zu machen, die aus verschiedensten Gründen nicht dazu in der Lage sind, die zumeist in englischer Sprache in Wissenschaftsjournals verfassten Originalarbeiten zu lesen.
 Infos zum Archiv und zur Anmeldung für den Newsletter: https://dzd.blog.uni-wh.de/newsletter/ 
(Quelle: DBfK-Newsletter 07/2014)
Juli 2014  PflegedokumentationJetzt wird abgespeckt – Entbürokratisierung in der Pflege kommt.
Die Dokumentationen in der stationären und ambulanten Pflege können deutlich reduziert werden. Dazu haben die Vertragsparteien in der Pflege jetzt den nötigen Beschluss gefasst. Das Modellprojekt des Bundesgesundheits-ministeriums kann somit nun flächendeckend umgesetzt werden.
Berlin(scp) – Es ist entschieden, dass die Ergebnisse aus dem Projekt des Bundesgesundheitsministeriums „Praktische Anwendung des Strukturmodells –Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation" mit den bestehenden Gesetzen,Verträgen und Qualitätsprüfungs-inhalten zu vereinbaren sind. Hierzu haben der GKV-Spitzenverband, die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, die Bundes-arbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe, die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände sowie die Interessenvertreter der Pflegebedürftigen und der Selbsthilfe den nötigen Beschluss gefasst.
Wichtiger Beschluss: Neue Pflegedokumentation wird von den Qualitätsprüfern akzeptiert
Damit sind die Voraussetzungen für die flächendeckende Umsetzung der Projektergebnisse gegeben. Zentrale Botschaft für die Pflegeeinrichtungen und die ambulanten Pflegedienste ist: Die Dokumentation wird auf die wesentlichen Aspekte reduziert und im Rahmen der Qualitätsprüfungen akzeptiert. Ohne diese Kompatibilität mit den Qualitätsprüfungen wäre eine Anwendung nicht infrage gekommen.
„Dieses Signal an die Pflegekräfte und Einrichtungen ist für die flächendeckende Umsetzung sehr wichtig", heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilungen der Verbände.Im Vorfeld hatten stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste in ganz Deutschland mehrere Monate lang ein reduziertes Struktursystem derPflegedokumentation in einem Praxistest ausprobiert und für gut und vor allem für praxistauglich befunden. Für die weitere Umsetzung hat das Bundesgesundheitsministerium ein Projektbüro beim Pflegebevollmächtigten,Staatssekretär Karl-Josef Laumann, eingerichtet.
Beispiele für eine vereinfachte Pflegedokumentation
Künftig werden Pflegeeinrichtungen beispielsweise in der Grundpflege nur noch Ereignisse bzw. Leistungen dokumentieren, die von der Pflegeplanung abweichen. Eine Dokumentation von Routinetätigkeiten der Grundpflege entfällt damit.Weiter soll die Pflegeplanung nun auf einer sogenannten „strukturierten Informationssammlung" basieren. Waren dafür bisher 13 Themenfelder beim Pflegebedürftigen überprüft worden, werden es demnächst nur noch fünf sein. ...
Neue Dokumentation: Von 30 auf 10 Formblätter reduziert
Für Rainer Scherb, Qualitätsbeauftragter der Firmengruppe Pichlmayr Wohn- undPflegeheime, ist die Erfassung der Wünsche und Ziele der künftigen Gäste eine der größten Neuerungen. Er lobt die neue Form der Pflege-dokumentation. Diese „wird von den Pflegenden jetzt wirklich gelesen und führt zu einer besseren Kommunikation zwischen den Mitarbeitern". Denn anstatt der bislang rund 30 verwendeten Formblätter, kommen nun nur noch 10 zum Einsatz.
Eine Musterdokumentation werde es nach wie vor nicht geben, erläutert Beikirchweiter, wohl aber eine Empfehlung für eine Grundstruktur der Pflegedokumentation. Aktuell werde hierfür eine Verfahrensanweisung geschrieben. Liegt diese vor, wird es wohl noch zwei weitere Jahre dauern, bis die Projektergebnisse in der Praxis implementiert sind. Für Beikirch wäre es ein großer Erfolg, wenn es gelänge, „in dieser Zeit 25 Prozent der Pflegeeinrichtungen mitzunehmen".
von Michael Schulz (Quelle: sc-Newsletter 07/2014)
Mai 2014 Deutsches Seniorenportal:
Jetzt mit Senioren-Ratgeber auf Zeit online!

Das Deutsche Seniorenportal baut sein Angebot für die Generation 50 Plus weiter aus. Neben dem Channel 50 Plus auf faz.net vertritt das Portal jetzt auch auf Zeit online in dem neu geschaffenen Senioren-Ratgeber die Belange der älteren Menschen, berichtet das Unternehmen.Neben den Suchmodulen für stationäre Einrichtungen sowie für ambulante Dienste finden Leser dort die vier Themen-Kanäle „Pflege", „Demenz", „Bewegung im Alter" und „Leben im Alter". Gefüllt werden diese mit Informationen und Ratgeber-Artikel von Experten des Pflege- und Gesundheitsbereichs.
Mehr: Homepage Deutsches Seniorenportal | FAZ-Special 50 PLUS | Senioren-Ratgeber Zeit online
von Michael Schulz (Quelle: sc-Newsletter 07/2014)
 
Mai 2014  Ambulante Pflege ist unterfinanziert Paritätischer Wohlfahrtsverband: „Wir haben nicht mehr genug Zeit für den einzelnen Pflegebedürftigen".

Eine chronische Unterfinanzierung der ambulanten Pflege belegt ein aktuelles Gutachten des Paritätischen Gesamtverbandes. Demnach sind die Vergütungen der Pflegedienste im Schnitt um 48 Prozent zu niedrig. Der Verband fordert ein Ende der Minutenpflege.

Berlin(scp) - „Die Rahmenbedingungen in der ambulanten Pflege sind an der Grenze des Zumutbaren", mahnt Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich der Präsentation der Untersuchung seines Hauses zur Unterfinanzierung der ambulanten Pflege im Bereich der Pflegeversicherung. „Dass das gesamte System bis heute nicht kollabiert ist, ist den Menschen zu verdanken, die vor Ort mit hohem Engagement an der Grenze zur Selbstausbeutung agieren", ergänzt Hesse.

Aufgefangen habe man die bestehende Finan-zierungslücke durch eine ganz erhebliche Arbeitsverdichtung und schlechter werdende Arbeits-bedingungen. Auf der Strecke geblieben seien die Löhne für die Beschäftigten und die Zeit für Pflege und Zuwendung, so Hesse weiter: Denn angesichts der miserablen Vergütungen sahen sich die Pflegedienste gezwungen, den Kostendruck an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzureichen, um der Insolvenz zu entgehen und ihr Angebot überhaupt aufrecht erhalten zu können. Hesse macht deutlich: „Das alles hat zur Unattraktivität des Pflegeberufes massiv beigetragen. Die Pflegenden haben heute nicht mehr genug Zeit für den einzelnen Pflegebedürftigen".


Im Durchschnitt liegen die Vergütungen der ambulanten Pflegedienste um 48,2 Prozent zu niedrig
Als einen der wesentlichen Kostentreiber macht Hesse neben der Zahlung von angemessenen Gehältern und steigenden Betriebskosten insbesondere neue Anforderungen an die Qualifikation des Personals und die Dokumentation der Leistungen aus. Allein der Bürokratie aufwand sei seit 1998 um bis zu 24 Prozent gestiegen. Die Kosten der Pflegedienste haben sich im gleichen Zeitraum im Bundesdurchschnitt um 70,4 Prozent erhöht. Dem gegenüber hätten die Pflegekassen die Vergütungen für professionelle Pflege nur um 15 Prozent gesteigert. Im Schnitt liegen die Vergütungen daher heute um 48,2 Prozent zu niedrig, geht aus dem Gutachten hervor.

Große Morgentoilette muss anstatt in 45 jetzt in 30 Minuten erledigt werden
In der Praxis bedeute die chronische Unterfinanzierung eine „Pflege im Minutentakt", die für die Pflegekräfte wie auch die Pflegebedürftigen nach dem Prinzip „rein in den Haushalt und schnell wieder raus" eine Zumutung sei. Denn um angesichts der aktuellen Vergütungssituation keine Verluste zu machen, müsse ein Pflegedienst heute beispielsweise die sogenannte „große Morgentoilette" mit der Unterstützung beim Verlassen des Bettes, dem An- und Auskleiden, dem Duschen und Frisieren, in weniger als einer halben Stunde erledigen. Zu Beginn der Pflegeversicherung waren hierfür 45 Minuten vereinbart.

Für die Reinigung der Wohnung dürfe eine Pflegekraft heute maximal 6 Minutenaufwenden, für die Hilfe beim Essen und Trinken nur noch eine viertel Stunde. Im Schnitt bleibt somit heute rund 30 Prozent weniger Zeit – bei weitgehend gleicher Vergütung.


Paritätischer will eine Bezahlung der ambulanten Pflege nach Zeit anstatt nach Pauschalen und Modulen
Um den Anreiz zur Verknappung von Einsatzzeiten zu beseitigen, fordert der Wohlfahrtsverband, die Finanzierung der ambulanten Pflege künftig komplett auf eine Abrechnung gemäß der tatsächlich benötigten Zeit für die Leistungen umzustellen. Derzeit wird weitgehend mit Pauschalen und Modulen abgerechnet. Hesse kommt dabei auf die Menschenwürde zu sprechen und sagt: „Die soziale Pflegeversicherung hat sicherzustellen, dass jeder Mensch eine Pflege erhält,die der Würde des Menschen entspricht".

Weiter fordert der Paritätische Gesamtverband höhere Vergütungen von rund einer Milliarde Euro für die bundesweit rund 12.300 ambulanten Pflegedienste. Damit könnten die Pflegevergütungen um mehr als 30 Prozent angehoben werden. Damit diese nicht auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden, seien höhere Leistungen in der Pflegeversicherung notwendig. Anstatt einen Vorsorgefonds in der Pflege einzuführen, solle das Geld in die Aufwertung der Tätigkeit von Pflegediensten investiert werden, so Hesse abschließend.

von Michael Schulz (Quelle: sc-Newsletter 07/2014)

 

   

 

 

 

 


 

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            Georg Burns