Leistungen bei Verhinderung der Pflegeperson gem. § 39 SGB XI

 

Der Gesetzgeber sieht vor bei Verhinderung der Pflegeperson (z.B. aufgrund von  Erholungsurlaub, einer Erkrankung der Pflegeperson usw.) sowie zur Entlastung der Pflegeperson zusätzliche finanzielle Hilfen zur Verfügung zu stellen. Der Pflegebedürftige erhält dadurch die Möglichkeit, weiterhin in seiner gewohnten Umgebung bleiben zu können.

 

1. Voraussetzung 

Der Pflegebedürftige wurde vor der Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt. (Maßgebend für die Sechs-Monats-Frist ist der Eintritt der Hilfebedürftigkeit,nicht das Datum der Einstufung)

 

2. Höhe der Leistung 

Pro Kalenderjahr besteht ein Gesamtanspruch für bis zu 6 Wochen. Hierfür erstattet Ihre Pflegekasse maximal 1.612,00 €.

 

Sie können somit Pflegeleistungen durch eine zugelassene Sozialstation bis zu dem Höchstbetrag von 1.612,00 Euro abrufen. Wenn Ihnen bereits eine Sozialstation regelmäßig hilft, können Sie die Hilfe je nach Bedarf erhöhen.

 

Wenn die Leistungen für die Kurzzeitpflege noch nicht verbraucht sind, können ggf. bis zu 806,00 € hieraus für die Verhinderungspflege mit verwendet werden. 

 

Zusätzlich wird das Pflegegeld bis zur Hälfte der zuletzt vor Beginn der Verhinderungspflege geleisteten Höhe fortgewährt. Die Zahlung ist auch hier auf die Dauer von bis zu 6 Wochen je Kalenderjahr begrenzt.

 

Anspruch auf Verhinderungspflege haben ab 01.01.2013 auch Personen, die zwar die Kriterien der Pflegestufe I noch nicht erfüllen, bei denen aber aufgrund von eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. bei Demenz) ein Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung festgestellt wurde (Pflegestufe 0).

 

Übernehmen Verwandte oder Verschwägerte bis zum zweiten Grad oder im Haushalt lebende Personen die Ersatzpflege, sind nur nachgewiesene Kosten in Höhe des Pflegegeldes derjeweiligen Pflegestufe erstattungsfähig. Entstehen der Ersatzkraft höhere tatsächliche Kosten (z.B. Fahrkosten) oder dient die Pflegetätigkeit der Erzielung von Erwerbs-einkommen, erstattet Ihre Pflegekasse bis zu 1.612,00 Euro.

 

Erfolgt die Ersatzpflege (Verhinderungspflege) in einer stationären Einrichtung, übernimmt Ihre Pflegekasse die pflegebedingten Kosten (ohne Unterkunft, Verpflegung etc.) bis zum Höchstbetrag.

(Quelle z.T. BARMER GEK)

 

 

 

 

 

 


 

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            Georg Burns